Hallo Frau Bauer,

die Zeit die ich in Wasatch Academy, einem Internat in Utah, verbringen durfte werde ich wohl nie in meinem Leben vergessen. Es war eine kleines Abenteuer, vollgestopft mit neuen Erfahrungen und neuen Freunden. Die Leute die ich dort kennenlernte empfingen mich mit offenen Armen und einem herzlichen Lächeln. Ich lernte viel über verschiedene Kulturen und habe jetzt Freunde auf der ganzen Welt. Ein Satz der häufig gesagt wurde und den ich wohl nie vergessen werde ist folgender: „ Ich habe eine große Familie und brauche nirgendwo auf der Welt mehr für ein Hotel zu bezahlen.“ Und jedes Wort stimmt. Ich war zwar in keiner Gastfamilie aber ich habe eine viel größere Familie, eine Familie die einmal um die Welt reicht. In Wasatch Academy lernte ich, aus mir heraus zu kommen und neue Dinge auszutesten, wie zum Beispiel den Fußball. Ich habe so viele Dinge mit meiner Mannschaft unternehmen dürfen, und ich habe jede Minute genossen. Ich bin froh so viele sportliche Möglichkeiten geboten bekommen zu haben wie Skifahren, Basketball oder Fußball, denn das alles sind Erinnerungen an die ich gerne zurück denke. 

Um es zusammen zu fassen, mein Auslandsaufenthalt war eine unvergessliche Zeit, eine Zeit in der ich viele neue Freunde kennen lernte, eine Zeit in der ich so viel neues gesehen habe und eine Zeit auf die ich Stolz bin. 

Jeden Freitag Fish ’n’ Chips – Mein Schulwechsel nach England

 

„A magical place“ – so wurde meine neue Schule, das Hockerill Anglo-European College, von unserem Direktor während seiner alljährlichen Weihnachtsansprache beschrieben. In der Tat schwebt, wenn man durch die Gänge des ehemaligen Klostergebäudes zur nächsten Schulstunde eilt, ein wenig Hogwarts in der Luft. Im Gegensatz zu Harry Potters spannenden, jedoch fiktiven Abenteuern sind meine Schulimpressionen allerdings real: Seit September 2014 besuche ich die englische Oberstufe im 50km nordöstlich von London gelegenen Bishop’s Stortford und werde hier 2016 das International Baccalaureate absolvieren. 

Regelmäßig mit Fernweh diagnostiziert, hat es mich schon immer gereizt, einmal im Ausland zur Schule zu gehen. Auf die vage Idee eines internationalen Schulabschlusses folgte meine konkrete Bewerbung.  Durch die Zusage von Hockerill wurde dann ein neues Kapitel meines Lebens aufgeschlagen: Carolin in England. 

Die erste Eingewöhnungsphase zu Beginn des Schuljahrs hat dabei natürlich die ein oder andere Veränderung, Einschnitte und Umstellungen mit sich gebracht. Mittlerweile finde ich mich jedoch bestens im Schulhaus zurecht, habe mich an neue Lehrer gewöhnt, Freundschaften geschlossen und mein Lieblingsdessert in der Schulkantine entdeckt. 

Schulisch gesehen hält das International Baccalaureate Diploma Programme, ein zweijähriges Curriculum, gleichwertig dem deutschen Abitur, jeden Schüler auf Trapp. Alle Oberstufenschüler belegen sieben Fächer, darunter drei Leistungskurse und drei Grundkurse sowie verpflichtend Theory of Knowledge, eine Art Philosophieunterricht. Die Unterrichtszeit beginnt morgens um 8.50 Uhr mit 25 Minuten form time, während denen wir innerhalb bestimmter Klassenverbände, sogenannten forms, über Neuigkeiten und Organisatorisches informiert werden oder zweimal wöchentlich an der Oberstufenversammlung (assembly) teilnehmen. Ab 9.15 Uhr folgen dann drei Schulstunden à 60 Minuten am Vormittag; der Unterricht endet nach der fünften Schulstunde um 15.40 Uhr. Auch samstagsmorgens klingelt für mich mittlerweile der Wecker, es steht allerdings nur Vormittagsunterricht auf dem Programm.  Ein zweiwöchiger Stundenplan, bestehend aus week A und week B sorgt nicht nur für verirrte Schüler auf der Suche nach dem richtigen Klassensaal, sondern durchaus auch für Abwechslung im Schulalltag. 

Im IB gilt 7 als die beste Note, eine 1 ist ungenügend. Die Endnote wird dabei durch mehrteilige Examen in allen Fächern im Mai des zweiten Schuljahres sowie zahlreicher vorangehender Hausarbeiten und Präsentationen ermittelt. Neben den so zu erreichenden 42 Punkten können 3 Zusatzpunkte für das Extended Essay, eine verpflichtende Hausarbeit, sowie herausragende Leistungen in Theory of Knowledge erzielt werden. 

Dabei fallen mir in Hockerill vor allem eine bisher ungewohnte Motivation und Leistungsstreben der Schülerschaft auf: Trotz der unterschiedlichen Vorkenntnisse bemühen sich alle Lehrer, das Beste aus uns herauszuholen, fordern gleichzeitig jedoch auch vollen Einsatz. Wenn das ein oder andere Thema nicht direkt verstanden wurde, nehmen sich die Lehrkräfte durchaus auch nach Schulende Zeit, um auftretende Fragen oder Verständnisprobleme zu klären und den Schülern zu helfen. „Thank you, Sir/Ma’am“ ist eine gängige Abschiedsfloskel der Schüler nach dem Unterricht, es herrscht das Prinzip des Gebens und Nehmens. Wer bereit ist, hart zu arbeiten und 120 % Leistungseinsatz zu zeigen, wird nicht nur durch gute Schulnoten belohnt sondern profitiert ebenso von einem respektvollen Schüler-Lehrer-Verhältnis. 

Dass gegenseitiger Respekt hier groß geschrieben wird, zeigt der zwischenmenschliche Umgang im täglichen Schulbetrieb. Der Anweisung „Bow your heads“ folgen im Kollektiv alle Oberstufenschüler; zweimal wöchentlich werden am Ende der Schulversammlung also über 200 Köpfe gesenkt, um in absoluter Stille über politische, gesellschaftliche oder ethnisch-moralische Themen und Kontroversen zu reflektieren. 

Ein weiterer Bestandteil des respektvollen Auftretens macht ebenso die Schuluniform aus, die wir täglich tragen. Im Gegensatz zu den Mittelstufenschülern, von der älteren Schülerschaft gerne auch als Blueblazer bezeichnet, trägt die Oberstufe schwarz. Zu einem schwarzen Blazer, Hose oder Rock gehört natürlich auch die gebügelte weiße Bluse; Accessoires sind eher unerwünscht. Umfragen unseres schuleigenen Onlineblogs haben ergeben, dass einige Schüler dieses Outfit als lästig empfinden, die Mehrheit sich jedoch professionell, smart gekleidet fühlt. 

Allgemein vergehen die Schultage recht schnell, ab 16.00 entscheidet jeder Schüler dann, wie er oder sie den Nachmittag gestaltet, wobei ein breites Angebot an clubs eine wichtige Rolle spielt. Vom spanischen Debattieren über die Umwelt AG, Schach, Golf, einen Lesezirkel, diverse musikalische Ensembles und Sportarten bis hin zu französischem Kino, chinesischer Kultur und vieler weiterer Aktivitäten kann jeder Schüler eigenen Interessen nachgehen, Neues ausprobieren und bereichernde Erfahrungen machen. Zumindest das IB Diploma Programme geht dabei mit gewissen Richtlinien und Verpflichtungen einher. Je 50 Stunden Kreativität, Sport und Soziales (beispielsweise die Aushilfe in einem charity shop, Nachhilfe, Besuche im Behindertenheim, …) muss jeder Schüler absolviert haben, um den Schulabschluss nach zwei Jahren zu erhalten. 

Neben diesem spannenden, ungewohnten Schulleben bietet natürlich auch die Unterkunft im Internat viele unvergessliche Erfahrungen, multikulturelles Flair und so manche Lektion fürs Leben. An das Teilen eines Zimmers mit meiner lieben spanischen Zimmergenossin konnte ich mich schnell gewöhnen, die Freundschaft mit unserem Etagenbad habe ich im Gegensatz dazu erst nach einer Weile schließen können. 

Um den Aufenthalt so heimisch wie möglich zu machen, helfen wir 70 Mädchen des Oberstufeninternatshauses uns nicht nur gegenseitig, auch unsere Hausmütter, Ma’ams genannt (der englische Wortlaut ähnelt hierbei fast ein wenig der Vokabel für Mutter, Mum, und schafft somit eine familiäre Atmosphäre), kümmern sich mit viel Fürsorge und Engagement um uns, organisieren Hausevents, sorgen für die allseits beliebten Haussnacks nach den abendlichen zwei Stunden verpflichtender Hausaufgabenzeit und haben immer ein offenes Ohr für jegliche Probleme und Nöte. 

Die Wochenenden im Internatshaus verlaufen dabei mal ruhig, mal turbulent. Ein boarding social programme verspricht diverse Ausflüge nach London, Cambridge oder weitere Ausflugsziele in der Umgebung; Veranstaltungen wie Filmnächte, Quiznights oder Sportwettkämpfe bieten Abwechslung zum Lernstress unter der Woche. Alle drei bis vier Wochen nutzen wir Schüler das Exeat-Wochenende, an dem auch samstags kein Unterricht stattfindet, für eigene Unternehmungen, Trips in die Heimat oder einfach nur Erholung im ruhigen Internatshaus.

„Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen.“ Besonders, wenn die Sehnsucht nach Vollkornbrot, einem Treffen mit Freundinnen in Deutschland oder einer Radtour durch meine pfälzische Heimat spürbar ist, erweist sich diese Erkenntnis Theodor Fontanes als wahr. Abgesehen von jenen gelegentlichen Gedankengängen habe ich im britischen Bishop’s Stortford mittlerweile ein second home gefunden, fühle mich inmitten meiner internationalen Schülerschaft äußerst wohl, werde durch moderne Unterrichtsmethoden und den Einsatz unserer Lehrer gefordert und gefördert und bin bereits gespannt, was meine restliche Schulzeit in England noch alles mit sich bringt. 

Liebe Frau Bauer,


vielen Dank für ihre E-Mail. Ich habe mich hier in Deutschland natürlich wieder eingelebt und das meiste ist beim Alten geblieben, die Gewohnheiten, Freunde und der Schulstress :).

Also in England hat mir besonders gefallen, jeden Tag mit anderen Kindern und Judendlichen zusammen zu sein, mit denen man sich super verständigen und Spaß haben konnte. Das ist hier zu Hause anders und es ist vor allem ruhiger. Außerdem hat mir die Schule super gefallen. Die Schüler waren dort total freundlich und offen zu Ausländern und haben sich immer um mich bzw. uns gekümmert. Auch die Lehrer, besonders die Sportlehrer, waren voller Elan und haben uns immer angespornt. Das ging besonders gut mit so einem Punktesystem, bei dem man Codes von Stickern im Internet einlösen konnte, die man bekam, wenn man gute Schulleistungen brachte. Damit konnte man sich dann Schreibmaterialien, Spielsachen oder Gutscheine für Freizeitparks 'kaufen'. Die Schule war zwar altmodisch und traditionell so wie ich es gar nicht erwartet hätte, aber total gut ausgestattet und stellte den Schülern sogar Schreibmaterial zur Verfügung, sodass wir es nicht mehr kaufen mussten. Auch fand ich gut, dass der Leistungsdruck nicht so hoch war. Wir konzentrierten uns auf ein Thema viel länger und viel intensiver, anders als hier in Deutschland. So konnte ich viel mehr lernen, sodass ich es auch nicht wieder gleich vergaß :). Und die Sportangebote der Schule, die kostenlos waren, waren TOP!

Im Ganzen hat dieses Jahr mir sehr gefallen, da ich in ALLEM Erfahrungen gesammelt habe: in der Sprache, in anderen Kulturen, klar zu kommen mit anderen Menschen, Besuche von anderen Städten, Teilnahmen an Sportwettbewerben und auch die Erkentnis, wie glücklich ich mich eigentlich im Leben schätzen sollte! Sachen wie die Teilnahme an der Landesmeisterschaft im Rudern, Ausflüge nach London, Bosten & Cambridge, Besichtigungen von Universitäten, Gewinnen an einem Fotowettbewerb ganz Lincolnshires bis hin zum Sezieren eines Lammherzens hatte ich mir noch nicht einmal ansatzweise vorgestellt. Auch, dass ich im Englischen nicht klar kommen werde, war zum Glück nicht der Fall. Schon nach den ersten paar Wochen klappte alles super. Ganz davon abgesehen hätte ich nie gedacht, dass ich so viele unterschiedliche Freunde aus den verschiedensten Teilen der Welt finden würde :).
Ich denke die Schule, meine Freunde und die landschaftliche Umgebung an der Küste werde ich am meisten vermissen.

Zu ihrer Frage: Ich hätte super gerne Lust als eine ,,Ehemalige'' zukünftigen Austauschschülern von meinen Erfahrungen zu berichten und sie von einem Auslandsaufenthalt zu überzeugen :)

Viele liebe Grüße, Isabel

Hi, I’m Melissa

I went to America for one year. I went to Lee Academy a school in Lee Maine, a very small town with only about 900 people. I made a lot of friends and met many awesome people from all over the world that I miss already.
At the beginning of the year there was a lot to think about before going to another country and living there for a whole year. I was excited but at the same time uncertain what was going to happen and how everything was going to look like. When I arrived at Lee Academy, a boarding school that is open to students all over the world and has a population of more that 50% international students, I met the first people who lived in my dorm. Grace, from America, helped me a lot at the beginning and showed me the school and everything around. Ms. Michaud was our dorm parent who lived in the dorm with us and was like a mother to us. She brought us to camp with her and other places in Maine throughout the year and we always had so much fun together. In the dorm there lived twelve students including nine Chinese students, one Italian, one American and me. We were like a big family and all mixed well together. My best four friends were from Italy, America, China and Nigeria.
In school I could choose a lot of my courses to be able to cover the material I would need in school in Germany and join my class when I’m back. At the same time I could learn about the things I am interested in. I had the classes Pre Calculus, English, Physics, World Cultures, Biology, Band and Chorus. With the American school system I gained a lot of background knowledge about all the different subjects, that I didn’t have before, and got the chance to participate in more practical learning with projects or interacting with others, not just doing things yourself. Besides school I participated in Basketball, during the winter, and Softball in the spring where I learned a lot about the sport and got the opportunity to play JV and varsity basketball and varsity softball. Before coming to America I had never even heard about Softball, so I started out with no idea and improved until I was able to play in the games. It was a lot of fun, especially having Ms. Michaud as a coach, and I would say it is one of the best sports I know.
 In the end it is difficult to leave, you don’t know where you would rather be. At home in your country, with your family or in a state in the USA that has gotten your home over the year and where you now have a family, too. If someone asks me now if the saying is true that spending a year abroad will be the best year in my life so far, I would definitely say yes because of all the experiences I had and all the friends I made, with people all over the world and all the connections and friends that I will keep and have for the rest of my life.

Vor ca. 1 Jahr

kam unsere Tochter Leana von der Schule mit der Idee u.Infomaterial für einen Auslandsaustausch.
Unser schüchternes, zurückhaltendes Mädchen-wir konnten es nicht glauben. Daher gab es von uns sofortige Unterstützung, da wir der Meinung waren, da konnte sie nur an Selbstbewusstsein
gewinnen.
Also ging alles ganz schnell. Noch am selben Wochenende ging es nach Stuttgart auf eine Infoveranstaltung.
Für unsere Tochter stand sofort fest, es konnte für sie nur nach England gehen und das möglichst ganz schnell.
So nahmen wir alles an Broschüren und Angeboten über GB mit nach Hause. Es folgte dann stundenlanges Wälzen und Blättern in den angebotenen Unterlagen.
Da sie sich sofort für eine Boarding-School (Internat) entschieden hatte, engte sich das Ganze etwas ein.
Zu einer fremden Familie gehen wollte sie nicht.
So kamen wir auf IE und somit auf Frau Bauer als Partner für unser großes “Abenteuer”
Nach Vorgespräch mit einer netten Lehrerin von IE, um Leana über ihre Englischsprachkenntnisse zu prüfen,die sehr gut waren.
Ab da war klar-es geht in die weite Welt.
Nun ging alles ruckzuck.Verschiedene Internate in GB wurden uns angeboten und Leana konnte sich mit unserem Einverständnis eins aussuchen.
Für sie sollte die Schule relativ nah an London sein-warum auch immer? Nur Mädcheninternat war auch kein Thema.
So kamen wir auf die Battle Abbey School im Südwesten von England.
Nach Absprache mit ihrer hiesigen Schule war schnell klar- sie würde im neuen Schuljahr nicht hier sein, sondern ein halbes Jahr im Ausland verbringen.
Nach diversen zeitlichen Verschiebungen und Aufregungen, zwecks Krankheit meinerseits und auch  Leana`s ging es am 1. September los.
Es war für uns ein seltsames, zwiespältiges Gefühl das “Kind” mit 14 Jahren allein in die Ferne ziehen zu  lassen.
Sie wollte keineswegs das wir sie in ihr neues Domizil begleiteten.
So flog sie allein mit dem Glauben sie packt das schon ohne Angst und niemals Heimweh (da sie das Gefühl bis dato nicht kannte).
Unsere Gedanken und Miniängste waren die ganze Flug-u.Transferzeit bei ihr, die da so felsenfest in die neue Welt blickte.
Doch bei der Ankunft an dem riesengroßen Airport Heathrow wurde es ihr dann doch mulmig, da sie auch nicht gleich den Treffpunkt für die Abholung fand.
Nach mehrmaligen Telefonaten mit uns und der Schule klappte auch das.
Am ersten Abend in der Fremde und dem ersten Telefonieren mit uns kam dann das Erwachen,dass es doch so etwas wie Sehnsucht nach zu Hause gibt.
Und so verging die erste Woche mit viel Schmerz und Tränen ihrer-aber auch –unsererseits.
Das unser “kleines Mädchen” Kummer hatte war auch für uns eine Lernphase , da sie bis dahin immer wohl behütet gelebt hatte.
Es ging sogar soweit, dass sie sofort wieder abbrechen,heim wollte und ihren größten Traum aufgeben wollte.
Wir beschwichtigten sie dann doch noch und sie willigte ein, wobei wir sie auf die ersten Ferien vertrösteten.
Daraufhin berichtete sie von spannenden und lehrreichen Schultagen mit sehr viel neuen Eindrücken mit verschiedenen Menschen die alle so gleich
erschienen in ihrer Schuluniform, was sie sehr beeindruckte.
Es ging bergauf, alle waren sehr nett und aufmerksam zu ihr ob Betreuer und Lehrkräfte gleichermaßen.
Zwischenzeitlich hatte sie auch andere Mädchen kennengelernt, die die Zeit doch schön werden ließen.
Sie erzählte von den Wochenenden, an denen sie alle gemeinsame Unternehmungen starteten. Ob Shopping, Theater, Eislaufen oder sonstiges, alles brachte Spaß
und sie fühlte sich wohl.
Bis zu den Herbstferien stand dann auch fest, dass sie noch 1 Term  bis Weihnachten durchziehen würde.
In den zwei Wochen zuhause war sie glücklich und ging dann wieder mit vielen Tränen in den Flieger.
Doch am Abend , als alle wieder in  der Boarding-School eingetroffen waren, war der Schmerz vergessen.
So nochmal ein Term, jeden Tag bis zum Abend Schule  neues lernen und viele Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Die Zeit bis Weihnachten verging ziemlich schnell. Wir hofften in dieser kurzen Zeit, dass sie es sich anders überlegt und noch ein Term dranhängen möchte.
Doch das war nie der Fall, zwingen wollten wir sie nicht dazu.
Der Tag des Abschieds in England kam, der ihr dann doch nicht so leicht fiel, hatte sie doch ganz liebe Menschen kennengelernt.
Es war rührend, wie viel Good-bye- Post sie im Gepäck hatte.
Daheim wieder angekommen war sie zwar glücklich aber auch im großen Zwiespalt-
Einerseits freute sie sich auf ihre “alten” Klassenkameraden und Freundinnen von zu Hause. Andererseits hatte sie Fernweh nach den “neuen” Freundinnen, die nun nicht mehr um sie waren.
Es dauerte eine gewisse Zeit bis sich das wieder eingespielt hatte. Sie behielt weiterhin Kontakt mit ihren englischen Freundinnen und auch hier war sie dann wieder angekommen.
Als Fazit unsererseits-hatten wir doch mehr Erwartungen in´s Wachsen ihres Selbstbewusstseins gestellt.
Sie hat zwar gezeigt, wie aus einem behüteten Kind ein großes Mädchen geworden ist, aber die “Auszeit war zu kurz um zu einer selbstbewussteren jungen Frau zu werden.
 
Doch alles in allem war es ein großartiges, lehrreiches Erlebnis, dass sie und wir nie in unserem Leben vergessen werden.
 
Hier wollten wir auch mal ein großes Danke an alle weiterleiten. Danke an Sie Frau Bauer, da sie immer bereit und für uns da waren. Danke auch an die Battle Abbey School für alles.
 
Viel Spaß und Freude weiterhin bei der Betreuung für Menschen die so gerne in die weite Ferne reisen wollen!
 
Mit tausend freundlichen Grüßen
 
Ihre Familie B.

Sehr geehrte Frau Bauer,

Mir geht es gut und das erste Semester  ist ziemlich gut gelaufen.

Ein Schultag fängt morgens um 8:00 Uhr an und geht bis 2:25 Uhr, mit vier unterschiedlichen Fächern an zwei verschiedenen Tagen, "blue" und "gray". Nach der Schule hatte ich, seit die Basketball Saison angefangen hat, jeden Tag Training oder Spiele und dann natürlich Hausaufgaben. Ich war immer sehr beschäftigt, aber heute war unser Play Off Basketball Spiel, dass wir leider verloren haben und die Basketball Saison ist damit zu Ende. Am Wochenende ist meistens nicht viel los, normalerweise gibt es eine Mall Trip und ansonsten mache ich Hausaufgaben oder verbringe meine Zeit mit Freunden.

Deutsch ist mittlerweile fast wie eine Fremdsprache, da ich mit meiner Familie englisch spreche und hier auch kein deutsch verwende. Es fällt mir fast schwer in deutsch zu schreiben und zu sprechen. Anders als zu Hause ist hier vieles, vor allem weil die Schule ziemlich weit weg von einer Stadt ist und es hier nicht viel nah zur Schule gibt. Und natürlich auch das Schulsystem.

Viele Grüße

M.

Liebes iE Team

Classes work really good, I understand more every day and my English gets better too (people start to think that I'm American because I don't have an accent anymore :). I just tried out for the Basketball team (even I've never played basketball before, just a little bit in school) and now I'll have 90 minutes practice with the JV Green Team every day and I hope to make a lot of friends at the team.
Finals are coming up and we have a lot of big projects to finish, books to read, stuff to learn. I had to do a lot of really hard homework over break. But I think I'm doing pretty good in all of my classes. I started playing basketball—it's awesome! If I could give one advice to students who are going on a year abroad in the United States I would say: get involved! And the easiest way to do this is playing a sport: it's so much fun and a team easily gets another family!
I just got new classes, which is really exciting. I have a cinematography class now, it is so great to have all these amazing opportunities to work with amazing people and equipment. Sadly, my basketball season is going to end in two weeks and I'm really upset about that as I just love my team and I just love my coach (I would play a sport just because she's coaching it!). But I think I'll try out for softball in spring as everybody says it's so much fun :)
I love my new classes, especially my cinematography class. The opportunity is really unique and my teacher is so great. I'm already sad that I have to leave pretty soon and there are at least 5 people that'll definitely visit me in Germany at some point, teachers and friends and teammates...
I'm waiting for the softball season to start, sadly my basketball season ended three weeks ago. I was in the best team with the best coach that ever existed!
I am so happy I took cinematography this semester! It's the best class ever with the best teach ever and I'd really recommend this class to everybody who comes here. Also, softball practice started which is a lot of fun :)
As I lived with some Asians for three months I have a pretty good contact to almost every Asian international student here at BBA. It seems that helping Chinese students to integrate, find some not-Asian friends and speak English got one of my "hobbies" here. I have a lot of fun with them, although it feels weird from time to time as most of them are 4, 5 years older than me :D

All the best

Clara

Hallo Frau Bauer,

anbei einen Bericht unsererseits zu Leana`s Englandsaustausch.

 Vor ca. 1 Jahr kam unsere Tochter Leana von der Schule mit der Idee u.Infomaterial für einen Auslandsaustausch. Unser schüchternes, zurückhaltendes Mädchen-wir konnten es nicht glauben. Daher gab es von uns sofortige Unterstützung, da wir der Meinung waren, da konnte sie nur an Selbstbewusstsein gewinnen.
Also ging alles ganz schnell. Noch am selben Wochenende ging es nach Stuttgart auf eine Infoveranstaltung. Für unsere Tochter stand sofort fest, es konnte für sie nur nach England gehen und das möglichst ganz schnell.So nahmen wir alles an Broschüren und Angeboten über GB mit nach Hause. Es folgte dann stundenlanges Wälzen und Blättern in den angebotenen Unterlagen.
Da sie sich sofort für eine Boarding-School (Internat) entschieden hatte, engte sich das Ganze etwas ein. Zu einer fremden Familie gehen wollte sie nicht. So kamen wir auf IE und somit auf Frau Bauer als Partner für unser großes “Abenteuer” Nach Vorgespräch mit einer netten Lehrerin von IE, um Leana über ihre Englischsprachkenntnisse zu prüfen,die sehr gut waren. Ab da war klar-es geht in die weite Welt. Nun ging alles ruckzuck.Verschiedene Internate in GB wurden uns angeboten und Leana konnte sich mit unserem Einverständnis eins aussuchen. Für sie sollte die Schule relativ nah an London sein-warum auch immer? Nur Mädcheninternat war auch kein Thema. So kamen wir auf die Battle Abbey School im Südwesten von England. Nach Absprache mit ihrer hiesigen Schule war schnell klar- sie würde im neuen Schuljahr nicht hier sein, sondern ein halbes Jahr im Ausland verbringen. Nach diversen zeitlichen Verschiebungen und Aufregungen, zwecks Krankheit meinerseits und auch  Leana`s ging es am 1. September los. Es war für uns ein seltsames, zwiespältiges Gefühl das “Kind” mit 14 Jahren allein in die Ferne ziehen zu  lassen.
Sie wollte keineswegs das wir sie in ihr neues Domizil begleiteten. So flog sie allein mit dem Glauben sie packt das schon ohne Angst und niemals Heimweh (da sie das Gefühl bis dato nicht kannte). Unsere Gedanken und Miniängste waren die ganze Flug-u.Transferzeit bei ihr, die da so felsenfest in die neue Welt blickte. Doch bei der Ankunft an dem riesengroßen Airport Heathrow wurde es ihr dann doch mulmig, da sie auch nicht gleich den Treffpunkt für die Abholung fand. Nach mehrmaligen Telefonaten mit uns und der Schule klappte auch das. Am ersten Abend in der Fremde und dem ersten Telefonieren mit uns kam dann das Erwachen,dass es doch so etwas wie Sehnsucht nach zu Hause gibt. Und so verging die erste Woche mit viel Schmerz und Tränen ihrer-aber auch –unsererseits.

Das unser “kleines Mädchen” Kummer hatte war auch für uns eine Lernphase , da sie bis dahin immer wohl behütet gelebt hatte. Es ging sogar soweit, dass sie sofort wieder abbrechen,heim wollte und ihren größten Traum aufgeben wollte. Wir beschwichtigten sie dann doch noch und sie willigte ein, wobei wir sie auf die ersten Ferien vertrösteten. Daraufhin berichtete sie von spannenden und lehrreichen Schultagen mit sehr viel neuen Eindrücken mit verschiedenen Menschen die alle so gleich erschienen in ihrer Schuluniform, was sie sehr beeindruckte. Es ging bergauf, alle waren sehr nett und aufmerksam zu ihr ob Betreuer und Lehrkräfte gleichermaßen. Zwischenzeitlich hatte sie auch andere Mädchen kennengelernt, die die Zeit doch schön werden ließen. Sie erzählte von den Wochenenden, an denen sie alle gemeinsame Unternehmungen starteten. Ob Shopping, Theater, Eislaufen oder sonstiges, alles brachte Spaßund sie fühlte sich wohl.
Bis zu den Herbstferien stand dann auch fest, dass sie noch 1 Term  bis Weihnachten durchziehen würde. In den zwei Wochen zuhause war sie glücklich und ging dann wieder mit vielen Tränen in den Flieger. Doch am Abend , als alle wieder in  der Boarding-School eingetroffen waren, war der Schmerz vergessen. So nochmal ein Term, jeden Tag bis zum Abend Schule  neues lernen und viele Eindrücke mit nach Hause nehmen. Die Zeit bis Weihnachten verging ziemlich schnell. Wir hofften in dieser kurzen Zeit, dass sie es sich anders überlegt und noch ein Term dranhängen möchte. Doch das war nie der Fall, zwingen wollten wir sie nicht dazu. Der Tag des Abschieds in England kam, der ihr dann doch nicht so leicht fiel, hatte sie doch ganz liebe Menschen kennengelernt. Es war rührend, wie viel Good-bye- Post sie im Gepäck hatte. Daheim wieder angekommen war sie zwar glücklich aber auch im großen Zwiespalt- Einerseits freute sie sich auf ihre “alten” Klassenkameraden und Freundinnen von zu Hause. Andererseits hatte sie Fernweh nach den “neuen” Freundinnen, die nun nicht mehr um sie waren. Es dauerte eine gewisse Zeit bis sich das wieder eingespielt hatte. Sie behielt weiterhin Kontakt mit ihren englischen Freundinnen und auch hier war sie dann wieder angekommen. Als Fazit unsererseits-hatten wir doch mehr Erwartungen in´s Wachsen ihres Selbstbewusstseins gestellt. Sie hat zwar gezeigt, wie aus einem behüteten Kind ein großes Mädchen geworden ist, aber die “Auszeit war zu kurz um zu einer selbstbewussteren jungen Frau zu werden. Doch alles in allem war es ein großartiges, lehrreiches Erlebnis, dass sie und wir nie in unserem Leben vergessen werden.
Hier wollten wir auch mal ein großes Danke an alle weiterleiten. Danke an Sie Frau Bauer, da sie immer bereit und für uns da waren. Danke auch an die Battle Abbey School für alles. Viel Spaß und Freude weiterhin bei der Betreuung für Menschen die so gerne in die weite Ferne reisen wollen!

Mit tausend freundlichen Grüßen

Ihre Familie B.

Dear Mrs. Bauer

The school is very nice, the equipment is very generous, we work on Laptops instead of books or notebooks. The classes are small, between 8 and 15 people, just in computer science up to 20 people. We get great support if we have any problems, no matter if academic, personal or technical, we get help if we need some. The classes are different to Germany, they don’t explain everything, you have to find out most yourself and there is more work in your free time expected, what is not a problem, because we have 2 hours mandatory study time per day.

I found lots of new friends and I am looking forward for the rest of the year.

Max M.

Boarding Kanada

Dear Mrs Bauer,

As you know, I am living in Wainfleet Hall, the boarding house of the Skegness Grammar School and I am literally having the time of my life. The decision to go into a boarding house instead of going in a host family, proved to be the best decision I’ve ever made.

Right after I came here, I made friendships, which I hope will last for a life time even though we’re all going to separate at the end of this year. Due to the fact that we basically spend all our time together you really get to know people very well and additional is our boarding house quite small with only 37 boarders this year and that’s why you know the names after a week and found friends after a day.

But it’s of course not only about the people you meet, from all over the world (Spain, Germany, Hongkong, Macau, Azerbaidschan, Pakistan, Britain, Kenya, Nigeria, France ... ) but about the school and I have to admit I love the britisch educational system of only having 4 subjects at A-Levels at which you can actually focus and learn detailed. I chose History, which I absolutely love, I even successfully applied to be History Subject Prefect and love it. English Language, which I do really enjoy, even if it was and remains a challenge as a non-native speaker. Biology and Math are alright, I wouldn’t call them my favourite subjects, but I get along with them.
Due to the fact, that I only have four subject I have about 6 private studies each week, basically free periods, in which you try to work on your large pile of homework assessments.

Homework and school in particular is a far bigger deal here, than I ever knew it from Germany. Every night in the boarding house we have two hours of prep, from 7 till 9, but you might actually need it for your homework. But I don’t see it as a big issue anymore, you might actually enjoy two quiet  hours and after finishing prep you still have one and a half hours to relax and talk to your friends.

When it comes to friends, I’ve met the most amazing and interesting persons in the boarding house, that you can possibly imagine. Isabelle Wolter is in Wainfleet Hall as well, but due to the age difference I am not as close to her as I am to other people here. In the boarding House we are four german people, but to be fair to us, we never talked german to each other, but English throughout the whole time. One of them is a very close friend of mine, Anna. Another special thing about the boarding house is, that we obviously live together and that because of that you become friends with people you might have never talked to, as it happened with my two best friends, both a year above me, but some of the greatest persons I’ve met so far. I have the best time with Fedoris and Tom and even invited them to come to Germany with me in halfterm, where we had the best time. And now Tom and I both got an invitation to stay at Fedoris’ in summer, after my year here officially finished, and then we go to Hongkong together to spend a bit of time together until the both of them go to uni and I go back to Germany.

Our houseparents, all of them, but in particular Mr and Mrs Nuttall, who I want to mention, are lovely, to all of us. They accepted a big challenge with becoming houseparents one and a half years ago, but in my opinion, they are doing a great job and you know that you can trust them and everything.
Of course it’s not always perfect, sometimes I do have arguments with my friends, just because we see each other too often, or even arguments with friends in Germany, because I am not in steady contact with them all the time, but it belongs to it and I feel it really helped me to grow. Not physically, but emotionally. Because in the end your parents aren’t around the corner to help you with all the challenges, which might occur, but you have to face them. And I am facing them and so far I can say, that I have the best time here, even if exams are coming towards me, faster than I want them too.

And one thing I realise every time I hear a date, or look at a calendar: My time here is limited and that’s why I have to make the best out of it, that I possibly can. And I am on my best way to have the best time of my life so far.
 
 
Sincerely,
 
Lucie H.

Mein Traum, Balletttänzerin zu werden

Seit der siebten Klasse bin ich in Berlin in der Staatlichen Ballettschule aufs Internat gegangen, um meinen Traum, Balletttänzerin zu werden, zu verwirklichen. Daher kam ein Jahr Schüleraustausch für mich eigentlich nie in Frage.
Sämtliche Lehrer rieten mir davon ab; die Gefahr, nach dem Jahr den Anschluss zu verpassen, sei einfach zu groß. Da sich aber meine Eltern bei ihrem Austausch vor etlichen Jahren, als man noch mit dem Boot in die USA fuhr, kennen lernten, konnte und wollte ich mir das nicht entgehen lassen.
Wenn alle "ihr Jahr" für das aufregendste ihres Lebens halten, denkt man schon zweimal darüber nach. Deshalb habe ich dann schließlich doch den Sprung über den großen Teich gewagt, trotz aller Bedenken und Risiken. Die bisher beste Entscheidungmeines Lebens!

iE vermittelte mich an eine tolle Schule, die es mir ermöglichte, Ballett als Schulfach zu belegen. Dieses Jahr möchte ich um nichts in der Welt missen. Ich wurde Teil einer "großen Familie", habe viele gute Freunde gefunden und eine
neue Lebensweise kennen gelernt. Zu allem Überfluss durfte ich auch noch die Hauptrolle in der Schulaufführung tanzen. Somit hat sich mein Traum, einmal als Solistin auf der großen Bühne zu stehen, schon erfüllt und das trotz oder gerade wegen meines Austauschs. Es kommt also selten wie erwartet und oft anders als man denkt. Mein Jahr gibt mir auch heute noch den Mut, mich auf neue Dinge einzulassen.

Viktoria K.

5 Monate, die meine Zukunft verändert haben

Ich heiße Sujeong. Ich bin 16 Jahre alt, komme aus Korea und hatte mich beschlossen, meine ersten Schritte ins Erwachsenwerden mit einem Austausch nach Kanada zu machen. Die Vorbereitung war lang, jedoch hatte es sich gelohnt. Am Anfang hatte ich Angst, dass ich Außenseiter werden könnte oder mich nicht gut integrieren kann, aber all diese Sorgen waren für umsonst.

Angekommen in Kanada wurde ich mit zwei anderen internationalen Schülern abgeholt, mit denen ich mich anfreunden konnte. In DVSS, Drumheller Valley Secondary School, gibt es mehr ausländische Schüler als erwartet; aus Mexiko, China, Hongkong, Korea, Nigeria, Japan und auch aus anderen Ländern, die alle zusammen in einem Wohnheim leben. Somit ist man immer von Freunden umgeben und man verspricht sich auch ins Land vom Freund oder von der Freundin zu reisen. Obwohl es Schüler aus verschiedenen Ländern sind mit unterschiedlichen Kulturen, verstehen sich die meisten gut miteinander und zeigen auch Interesse an anderen Kulturen.

Die kanadischen Schüler sind meist am Anfang schüchtern, doch wenn man sich anfreundet sind sie sehr hilfsbereit und freundlich, auch mit viel Interesse an den verschiedenen Kulturen. Sie versuchen sogar die Sprachen zu lernen. In der Schule besteht auch die Möglichkeit Deutsch zu lernen. Die Fächer, die man belegt, hat man jeden Tag. Die Nebenfächer nur ein Trimester, die Hauptfächer, wie zum Beispiel Mathe oder Social, ein Semester lang. Vor der Mittagspause gibt es auch eine Hausaufgabenstunde. Es gibt auch viele Aktivitäten, wie zum Beispiel Football, Basketball und auch Clubs, die man beitreten kann, wie Drama Club. Während der Schulzeit hat man auch viel Spaß, denn es gibt besondere Tage wie International Day, wo man Spezialitäten aus dem eigenen Land vorstellen kann, School Dance Party, immer mit unterschiedlichen Mottos, oder auch Senior Dinner, wo man ältere Leute Essen serviert. Nach der Schule hat man Freizeit, bis man um 18 Uhr zum sogenannten ‚Study Time‘ in die Schulbibliothek gehen muss. Dies dauert 90 Min. Die Aufpasser – Supervisor - planen auch Wochenendenaktivitäten. Mal geht man nur in die Kantine und schnitzt Kürbisse für Halloween oder man geht ins Schultheater und schaut einen Film, mal fährt man ins Royal Tyrrell Museum(schließlich ist Drumheller bekannt für Dinosaurier), oder fährt auch nach Calgary oder Edmonton um zu shoppen, oder man fährt nach Banff und besichtigt wundervolle Aussichten mit Seen und Bergen.

In der Freizeit kann man in die Turnhalle gehen oder auch ins Fitnessraum, oder mit Freunden ins Café Tim Hortons gehen, was sehr beliebt ist, in Walmart schnuppern, aber auch ins Downtown gehen um eine Mahlzeit in einem Restaurant zu genießen oder Laser-Tag zu spielen. Neben der Schule kann man auch an einem Fluss einen Spaziergang machen.
Für mich war eigentlich nur ein kurzer, aber auch langer Austausch von 5 Monaten geplant, doch jetzt bereite ich mich auf einen Schulwechsel vor. Ab geht’s nach Kanada!

One year abroad – Auslandsjahr als Lebenserfahrung

Die Entscheidung einen Schüleraustausch über ein Jahr mitzumachen fällt oft nicht leicht: Katja Brömmel entscheidet sich mit einer Organisation ein Jahr auf einem Internat in den USA zu absolvieren.
Bamberg  –  "Meine Eltern, mein zwei Jahre jüngerer Bruder und ich stehen am Check-In Schalter des Düsseldorfer Flughafens und geben gerade das Gepäck auf. Ich habe noch eine Stunde Zeit bevor meine Reise in ein neues Leben beginnt. Wir trinken einen letzten gemeinsamen Kaffee und schon ist es soweit, mein Flieger startet gleich und ich muss mich für die nächsten Monate von meiner Familie verabschieden. An den Durchlasskontrollen drehe mich ein letztes Mal um und winke meiner Familie ein letztes Mal zu." 

Katja Brömmel ist 16 Jahre alt als sie sich, zusammen mit ihren Eltern, dazu entschließt mit einer Schüleraustauschorganisation ein Highschoolprogramm in den USA mitzumachen. Sie ist eine mittelmäßige Schülerin und geht in die 10. Klasse eines Gymnasiums in Kempen am Niederrhein. Nachdem die Entscheidung an einem Austauschjahr teilzunehmen gefallen war, fängt der Bewerbungsmarathon an. Katja bewirbt sich bei mehreren Schüleraustauschorganisationen, nachdem sie alle Bewerbungsunterlagen vollständig weggeschickt hat, bekommt sie die Termine für die Erstgespräche.  Nach einigen Interviews mit  den verschiedenen Organisationen stellen sich einige Probleme, vor allem durch die durchschnittlichen Schulleistungen dar. Nachdem sich schon einige Verzweiflung breit machte entschieden sich Katja und ihre Eltern für international Experience e.V. (iE). Ausschlaggebend dafür war das Erstgespräch mit einem Mitarbeiter von iE, welches nach den Gesprächen mit anderen Organisationen eine Überraschung war. Bei diesem Gespräch ging in dem Moment nicht darum, ob sie einen Durchschnitt von 1,0 habe, sondern es ging um ihre Einstellung zu Familie, ihre Hobbys, ihre  Erwartungen an ein solches Jahr und auch die Ängste, die bei der Entscheidung ein Jahr weit weg von zu Hause zu verbringen, aufkommen.

Katja verbringt ihr Highschooljahr auf einem Reitsportinternat im US Bundesstaat in Arizona. 

Die USA ist nach wie vor eins der beliebtesten Ziele für ein Austauschjahr. Zum Einen ist Englisch noch immer die Weltsprache und zum anderen gelten die Vereinigten Staaten noch immer als Land der unbegrenzten Möglichkeit.

Innerhalb eines solchen Programms sind Internate eine gute Alternative zu den, aufgrund der Wirtschaftskrise, meist überlaufenden Public Schools. Diese Boarding Schools stellen eine riesige Chance für jeden einzelnen Schüler dar. Durch die geringe Klassenstärke bietet sich die Möglichkeit auf jeden Schüler individuell einzugehen und zu fördern. Die meisten Internate bieten tolle Gelegenheiten seinen Hobbys und Interessen, und wenn sie noch so außergewöhnlich sind, nachzugehen oder auch ganz neue Sachen auszuprobieren.
Die Beziehung zum Lernen und zu den Lehrern ist eine andere als in Deutschland oder auch an amerikanischen Public Schools. Schüler und Lehrer leben auf einem Campus zusammen, dass gibt den Lehrern die Möglichkeit den Schüler als "Ganzes" kennenzulernen und nicht nur eine punktuelle Leistung in der Schule zu erfassen. Aber auch als Schüler bekommt man eine positivere Einstellung zur Schule und zum Lernen, wenn man nicht nur morgens mit seinem Lehrer Mathe paukt, sondern auch nachmittags Football spielt.
Auch das Leben in einer Gastfamilie kommt nicht zu kurz. Im Gegenteil. Durch die Offenheit der Amerikaner, gerade Austauschschülern gegenüber, werden diese meistens von Freunden eingeladen ihre Ferien mit ihnen und ihrer Familie zu verbringen. 
Boarding School ist auch eine gute Möglichkeit nicht nur Amerikaner kennenzulernen, sondern auch andere Austauschschüler aus den unterschiedlichsten Ländern.
"Zehn Monate später, es ist jetzt schon Mai 2007, ich steige aus dem Flugzeug und bin aufgeregt, weil ich meine Familie gleich das erste Mal wiedersehe. Ich gehe durch die Glastür, falle meinen Eltern und meinem Bruder um den Hals und kehre als stolzer "Returnee" nach Deutschland zurück."

Katja Brömmel

Liebe Frau Traubel,

vielen Dank für Ihren Hinweis auf den Wasatch Wire, den wir aber schon bekommen. Überhaupt ist die Information durch die Schule an die Eltern gut: Ein Advisor berichtet anfangs wöchentlich, jetzt monatlich, über J. Vorankommen und Aktivitäten per Email und es gibt - über den Newsletter hinaus - ein schulisches Intranet, in dem man einzelne Lernaufgaben und -ergebnisse verfolgen kann. Durch die Möglichkeit des Internet-Telefonierens ergeben sich jedoch letztlich die besten Möglichkeiten zu erfahren, ob es seinem Kind gut geht und wie das Befinden ist. Das schätze ich im Vergleich zu Auslandsaufenthalten früher doch sehr und will damit sagen, dass der Abstand über das ganze lange Jahr bis jetzt gar nicht so riesig erscheint. Ich glaube, J. geht das ähnlich.
 
Im Übrigen scheint J. an der Wasatch wirklich sehr zufrieden zu sein, so zufrieden, wie ich mir persönlich das gar nicht vorgestellt hätte. Deshalb hier noch einmal und schon einmal: ein super dickes Dankeschön für die tolle Vermittlung der Schule und die Betreuung Ihrerseits im Vorfeld!!! Auf dem Seminar in Bonn wurde ja von Aufs und Abs der Kinder während der Zeit im Ausland gesprochen und ich war innerlich auf so etwas eingestellt. Als ich J. vorsichtig daraufhin ansprach, wie es damit nach den Wochen, die ins Land gegangen sind, sei, antwortete er mit dem Hinweis, wie anders die Schule im Vergleich zu seiner bisherigen Schule sehr, dass sich alle kennen und grüßen würden, dass man als Schüler mit den Lehrern in engem Kontakt stehe und dass ihm das alles offenbar sehr gut tut. Die positive, wohlwollende und direkte Ansprache eines Schülers, der im Gymnasium hier in großen Klassen, als Junge mit Bewegungsdrang und Kommunikationsbedürfnissen zum Teil unterging, zum Teil aber auch als Störenfried auch mal Probleme machte, wandelt vieles in gute Energie um und gerade aus dem Grund erscheint mir das Auslandsjahr für J. vom jetzigen Standpunkt aus auch so wertvoll zu sein. (Er schreibt in einem Blog für seine Freunde: "Hier lernt man wirklich, Hausaufgaben zu machen.") Zugleich finde ich es toll, dass er sich nun auf vieles Neue einlässt, z. B. Jazz-Ensemble, neue Sportarten, Outdoor-Aktivitäten, was ihn hier in Deutschland vermutlich nicht so schnell angesprochen und aktiviert hätte.
 
Ihnen gute Wünsche und herzliche Grüße

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