Wie lebt man in einem Internat?

Du wirst während Deines Austauschjahrs sehen, dass das Leben in einem Internat sehr aufregend ist. Natürlich hat das Lernen hier einen hohen Stellenwert – aber der Spaß auch! Von einem so umfangreichen und abwechslungsreichen Kurs-, Sport- und Freizeitprogramm können deutsche Schüler oft nur träumen. Du bist eingebunden in ein dichtes Netz aus Lehrern, Schülern und Betreuern und findest schnell Freunde aus aller Welt. Freu Dich drauf – es ist so spannend, wie es klingt! Weitere Infos findest Du hier:

Deine "Großfamilie"

Im Internat ist immer was los – und beste Rundumbetreuung garantiert. Hier ist die Schulgemeinschaft Deine “Familie“: Du bist eingebunden in ein dichtes Netz Gleichaltriger, Gleichgesinnter und Betreuer, mit denen Du viel Zeit verbringst – im Unterricht ebenso wie beim Sport oder anderen gemeinsamen Aktivitäten. Ob Mitschüler, Dorm Parents, Lehrer oder Betreuer: Im Internat ist sichergestellt, dass Du rundum optimal betreut wirst. Freu Dich auf Deine internationale "Großfamilie".

Deine Schulgemeinschaft

Die Internatsgemeinschaft ist ein eingeschworenes Team. Man wohnt zusammen im „Dorm“, trifft sich im Unterricht, nachmittags beim Sport oder im Tanzkurs, verbringt die Abende, Wochenenden und oft sogar die Ferien miteinander. An jeder Schule gibt es ältere Schüler, die auf die Jüngeren achten. Wichtige Ansprechpartner im Alltag sind Deine Internatseltern (“Dorm Parents“), die mit Dir auf dem Campus leben und sich um Dein Wohlergehen kümmern. Man verbringt viel Zeit miteinander – das schweißt zusammen!

Deine Lehrer und Betreuer

Ein weiterer wichtiger Teil der Schulgemeinschaft sind Deine Lehrer, von denen viele mit ihren Familien direkt auf dem Campus leben. Die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern am Internat ist meist sehr freundschaftlich, denn die Lehrer verbringen hier wesentlich mehr Zeit mit ihren Schülern als in jedem anderen Schulsystem. Vor allem sind sie sehr interessiert an dem persönlichen Wohl und der Entwicklung der Schüler: Beispielsweise stehen sie oft mit am Spielfeldrand und feuern “ihre Kids“ an. Zusätzlich hast Du an der Schule einen Tutor an Deiner Seite, der Dich berät und unterstützt – von der Fächerwahl bis zum Schulabschluss. Und nicht vergessen: Bei komplexeren Fragen oder Problemen, die im Ausland nicht zu lösen sind, kannst Du Dich natürlich jederzeit auch an unser iE-Team in Deutschland wenden!  

Exemplarischer Tagesablauf

Der Unterricht findet vormittags und nachmittags statt, an einigen Schulen auch am Samstagvormittag. Eine Stunde dauert 50  bis 70 Minuten. In der Regel werden täglich bzw. alle zwei Tage die gleichen Kurse angeboten. Die zu Dir, Deinen Zielen und Deinem Leistungsniveau passenden Kurse wählst Du mit Hilfe eines Tutors aus.

Mittagessen ist meist zwischen 12.30 und 13.30 Uhr. Nachmittags stehen die Sport- und Freizeitaktivitäten auf dem Programm. Ab ca. 18.30 Uhr, nach dem Abendessen, hast Du meist etwas Zeit zur freien Verfügung. Deine Hausaufgaben erledigst Du zu festgelegten Zeiten im Rahmen der “Prep time“ oder “Study Hall“. Um 23.00 Uhr heißt es: Licht aus!

Sport und Freizeit

Das Sport- und Freizeitprogramm an Internaten übertrifft meist alle Erwartungen. Du findest fantastische Einrichtungen, Projekte und Clubs. Ob Sportangebote wie Rudern, Golf, Tauchen, Reiten, Tanz, Musik, Kunst, Leadership- und Businessprogramme, oder Kurse zu den Themen Umwelt, Wissenschaft, Politik: Hier hast Du alle Möglichkeiten, Deine vorhandenen Talente auszubauen und neue Hobbies auszuprobieren.

Unterkunft

Die Unterkünfte eines Internats werden “Dorms“ bzw. "Dormitories" genannt und befinden sich meist direkt auf dem Campus. An einer gemischten Schule wohnen Jungen und Mädchen in getrennten Häusern oder Bereichen. Die meisten "Dorms" sind gut ausgestattet und verfügen neben den Zimmern und Dusche/WC über Gemeinschaftsräume, Telefon, Internet, Waschmaschine und TV.
Dein Zimmer (in der Regel Mehrbettzimmer) teilst Du mit einem Muttersprachler oder Schüler einer anderen Nationalität. Du wirst sehen – hier lebt es sich wie in einer großen internationalen Wohngemeinschaft!

Wochenenden und Ferien

An einigen Schulen wird auch am Samstagvormittag unterrichtet. Das verbleibende Wochenende ist für Sport, Wettkämpfe oder andere Freizeitaktivitäten reserviert. Ob gemeinsame Ausflüge zu Shopping Malls, ins Kino, in nahegelegene Großstädte oder in die Natur: Du hast viele Möglichkeiten! Oft (auch in den Ferien) wirst Du von Deinen Mitschülern nach Hause eingeladen – eine tolle Gelegenheit, Dein Gastland und das Familienleben vor Ort besser kennenzulernen. In den großen Ferien, wenn das Internat geschlossen ist, fliegen einige Schüler nach Hause oder haben Besuch von ihren Eltern. Gerne helfen sonst auch Deine Schule oder wir dabei, für diese Zeit eine passende Gastfamilie zu finden.

Uniform

An vielen ausländischen Internaten ist in das Tragen einer Schuluniform Pflicht, vor allem in den unteren Jahrgangsstufen. Dies ist für viele deutsche Schüler/Innen am Anfang oft ungewöhnlich, aber schon bald lernt Ihr sicher zu schätzen, wie einfach die Kleider Wahl am Morgen fällt.
In einigen Schulen ist eher ein bestimmter “Dress Code“ üblich.

Reine Mädchen- oder Jungenschule?

Es lohnt sich durchaus, darüber nachzudenken. Mädchen und Jungen haben nicht nur unterschiedliche Interessen und Neigungen, sie lernen auch anders und haben eine unterschiedliche soziale Entwicklung; das ist wissenschaftlich belegt. Ein nach Geschlechtern getrennter Unterricht kann sich also sehr positiv auf den Lernerfolg und auch auf die persönliche Entwicklung auswirken. In der Freizeit ist die Trennung nicht immer so strikt: Die meisten mono-edukativen Schulen haben ein entsprechendes “Pendant“ in der Nähe – und so treffen sich Jungs und Mädchen bei gemeinsamen Ausflügen, Veranstaltungen oder beim Sport. Beispielhaft stellen wir Dir dazu zwei unserer Internate in Australien und Neuseeland vor.         

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